Warum trage ich?

Zum Tragen bin ich durch unseren ältesten Sohn (er ist 2013 geboren) gekommen. Seit dieser Zeit habe ich mich intensiv mit den Bedürfnissen von Babys und Kleinkindern sowie Bindungstheorien beschäftigt.
Nach seiner Geburt ließ er sich bald nicht mehr einfach ablegen und dann merkten wir, dass ihn äußere Reize oft unruhig machten und er sich nur mit Körperkontakt und Ruhe entspannte und einschlafen konnte. Natürlich war es uns nicht zu jeder Zeit möglich, ihn auf uns schlafen zu lassen oder ihn auf dem Arm zu tragen. Sehr schnell wurde der Arm zu schwer, der Haushalt wartete oder wir Eltern hatten den Wunsch trotz und mit Baby mobil zu sein.
Unsere Hebamme empfahl uns, doch mal ein Tragetuch auszuprobieren. Ich kannte damals insgesamt vielleicht eine Hand voll Leute, die ihr Baby trugen und eine Freundin hat mir die Bindeweise einmal gezeigt. Den Rest habe ich mir in Ermangelung von Alternativen mithilfe von YouTube autodidaktisch beigebracht. Ähnlich ging es mir bei der Auswahl der für mich richtigen Tragehilfe. Viele Tragehilfen kamen, viele Tragehilfen habe ich getestet und viele Tragehilfen gingen leider auch wieder, weil sie mir im Alltag unpraktisch oder unbequem waren.
Auf jeden Fall war das Tragen unseres Babys die für mich größte Alltagserleichterung überhaupt. Er wurde viel ausgeglichener und verbrachte den größten Teil des Tages eng an mich oder seinen Vater gekuschelt. Ich konnte trotzdem Dinge im Haushalt erledigen, Spazierengehen ohne mir Gedanken über Treppen oder unwegsames Gelände zu machen, unter meiner Tragejacke war das Baby schön warm eingepackt und gut gebunden verteilte sich das Gewicht des Babys optimal auf meinen Körper. Einen Kinderwagen hatten wir schon beim zweiten Kind schon nicht mehr.
Mittlerweile trage ich nun das dritte Baby durch die Welt und so erwuchs mein Wunsch, diese Erfahrung auch mit anderen Eltern zu teilen und ich freue mich, nun dank meiner Trageberaterausbildung auch Beratungen anbieten zu können.

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