Die heißen Tage scheinen zu einem Ende zu kommen. Das ist gut, steht doch bald die Varroabehandlung der Bienenvölker an, die unter niedrigeren Temperaturen stattfinden sollte. Gerade blätterte ich durch die Bilder vom August 2017. Bemerkenswert wie sattgrün unser Garten und die Wiesen waren. Der fehlende Regen bestürzt, regt aber auch zum Nachdenken an: was ist mein Beitrag zum Klimawandel. Die Wetterextreme scheinen sich, wie angekündigt abzuwechseln. Sämtliche Paprikapflanzen, 80% der Erdbeeren, mehrere junge Obstbäume und -sträucher und unsere schönen Salweiden hat die Trockenheit auf ihrem Gewissen. Sicher – nachpflanzen kann man immer, aber neben dem finanziellen Verlust kränkt es, die Pflanzen nicht retten zu können.

Die aktuelle Draufsicht auf unseren Garten zeigt deutliche Trockenschäden.

Für das kommende Jahr entsteht die Idee eines Beets direkt am Hof, das bei Bedarf mit unserem Brunnenwasser versorgt werden kann. Ein Totalausfall beim Frischgemüse wollen wir uns nicht noch einmal leisten. Wir schreiten mit unserer WWOOFerin direkt zur Tat und schichten über 500kg Heu auf Mist und Pflanzenkohle. Ein paar übrig gebliebene Saatkartoffeln darauf und los geht das spannende Humusexperiment!

Das Beet wird mit Kartoffeln bestückt bevor noch einmal 300kg Heu als Lage darüber kommen. Der Gartenschlauch wird zum Lineal!

Viel gibt es zu tun. Auch und gerade in der Landwirtschaft. Beim Seminartag zum Thema Boden lernen wir über die CO2-Speicherfähigkeit und die Wirkung von intensiver Landwirtschaft auf den Boden und auf das Klima. Auch privaten Konsum gilt es zu hinterfragen. Vieles verschlingt sinnlos Ressourcen. Wir füttern eine Industrie, der wir dann den Klimafrevel vorwerfen können.

Seminarteilnehmer beim Mulchen

Auf dem Hof beginnen wir uns in die neue Struktur mit Baby Jakob und Schulkind Jonah einzufuchsen. Abläufe entstehen neu. Viel Freude bereiten uns die zehn Katzenwelpen von Luna und Maja, die drollig über den Hof purzeln. Das Magerbeet muss darunter leiden. Natur eben.

Maja und ihre Kätzlein

In der Lokalzeitung erscheinen zwei Artikel über uns und unser Leben. Spannend ist es, mal eine Außenperspektive zu bekommen. Infolge dessen bekommen wir einige Anfragen zu Kursen und Führungen. Wir spüren – hier wächst etwas Gutes und hoffen, es möge weiter wachsen! Wir denken bereits an einen Verein zur Förderung der heimischen Natur und der Permakultur. Spannend soll es bleiben!


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