Die meisten Gärtner wissen, dass Mist dem Boden gut tut. Auch im Dorfe sieht man hier und da dampfende Mistberge auf der Anbaufläche. Dies ist die urtümlichste Form der Nährstoffverwertung. In unserem Kreislauf ohne Abfälle, sind die Endprodukte der Kaninchen und Hühner und das dabei befindliche Stroh nun bereit unser Feld mit den in ihnen gespeicherten Nährstoffen zu bereichern.

Allein der Mangold trägt noch sein Sommerkleid wundervolle Farben an kalten, nebligen Herbsttagen.


 Neben dem Gewinn an diesen Dingen bringt der aufgebrachte Kompost, ähnlich dem Mulch, Struktur in das Substrat. Der Boden wird weniger dicht, verschlammt nicht so schnell und kann sein Wasser besser halten. Gleichzeitig haben es die Pflanzen leichter ihre Wurzeln auszubreiten. 

Karre um Karre landet der Kompost auf dem Feld. Wenn trotzdem noch ein Lächeln übrig ist, dann muss es Spaß machen!


Für die Vögel und kleinen Säuger im Garten bauen wir aus dem Gehölzverschnitt eine Benjeshecke. Hier können Zaunkönig und Rotkehlchen nisten, Igel und Siebenschläfer überwintern und die ein oder andere Kröte oder Zauneidechse finden einen Unterschlupf. 

Neben seinem Nutzen als Sichtschutz und Augenweide bietet die Benjeshecke für viele Tiere Lebensraum und Schutz.


Wir bohren ein paar einjährige Haselruten in den Boden und stapeln dahinter Zweig auf Zweig. Die vom Sturm umgewehten Äste dienen als weitere Begrenzung und bieten beim Zerfall als Totholz wiederum Lebensraum für zahlreiche Insektenarten. Hier und da am Fuße noch ein bisschen Laub angehäuft und fertig ist die Igelwohnung. 

Totholz aus einem Sturmfall – urige Wildromantik


Im örtlichen Landhandel gibt es Sonnenblumenkerne in 25kg Säcken. Was waren wir begeistert so unkompliziert unsere Vorräte an Wintervogelfutter für unsere vier Futterstellen auffüllen zu können. Wenn uns das Wetter nun mehr ins Haus drängt, können wir von beinahe jedem Fenster die muntere Schar beim Picken beobachten. 

Vögel beim schmausen, so soll es sein! Auch heimische Wildvögel leiden unter dem allgemeinen Rückgang der Insekten.


Nebenher wird die kardierte Wolle versponnen. Bald klackern die Stricknadeln und bei Wein und guter Musik entsteht bei familiären Kamingesprächen so manch neues Kleidungsstück. 

Schafwolle, mit Zwiebelschalen gefärbt, wird bei uns im Winter zu Garn verarbeitet und verstrickt.


Die Tage werden immer kälter, der Frost scheint nicht weit. Unser Ofen lässt mit wärmendem Feuer bereits den Zauber der Winterzeit erahnen. 

Bleibt schön warm!


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