Der Kirschbaum in voller Blüte, nun haben die Bienen ordentlich zu tun!

Mit Pauken und Trompeten sind sie da: die Wärme, die Sonne, die Knospen, das Grün und das beständige Singen der Vögel. Sogar die ein oder andere Schwalbe zog im Tiefflug durch die Straße und verschwand in Nachbars weitem Giebel.

Sogar zum Baden reichte das tolle Wetter!

Mit dem Aufblühen der Apfelbäume beginnt der sogenannte Vollfrühling. Und wahrlich, in diesem Jahr meint die Natur es wirklich gut und greift tief in ihr Füllhorn der Farben und Düfte. Mit unbändiger Energie orchestriert sie das Blühen von Kirsche, Kastanie und Raps. Fast zeitgleich scheint es dieses Jahr ineinander zu poltern. Unsere Bienen wissen gar nicht aus welchem Kelch sie zuerst trinken sollen. Am 18. April setzten wir die Honigräume auf unsere beiden Völker. Bis Ende Mai sammeln die Immen emsig Nektar und wandeln ihn zu Honig, bevor wir das erste Mal schleudern können. Die Natur feiert das große Wunder des Lebens in aller Farbenpracht und hält uns seinen oppulent gedeckten Tisch unter die wintermüden Nasen.

Unsere Bienenvölker mit aufgesetzten Honigräumen

Auf dem Hof wird es auch zunehmend wieder grüner. Beim Verschneiden der über 100 Jahre alten Linden auf dem Dorfplatz fiel einiges an Holzresten an. Als wir mit den fleißigen Arbeitern ins Gespräch kamen, erfuhren wir, dass sie sie teuer entsorgen müssen. Da wussten alle gleich einen besseren Verwendungszweck. die dicken Äste rahmen unsere Beete im Hortus ein. Sie waren zum Teil bereits abgestorben und beherbergen schon zahlreiche Insekten. Das Häckselgut verteilten wir auf unserem Hof. Somit konnten wir das Grau des alten Betonbodens durch frische Lindenholzhäcksel überdecken. Aus der Haustür treten wir nun auf weichen Waldboden – ein Genuss für Nase, Augen und Füße.

Der gemulchte Hof mit dem Gewächshaus im Hintergrund

Ebenfalls geschenkt gab es ein gebrauchtes, aber seinen Zweck erfüllendes Gewächshaus. Endlich hatte unsere Sorge um Stellplätze für unsere Setzlinge ein Ende. Die warmen und lichtreichen Tage gaben ihnen noch einmal eine Extraportion Auftrieb. Bald ist der Boden warm genug und sind die Jungpflanzen sicher vor Spätfrösten. Solang schützt sie unser Pflanzhaus, notfalls helfen wir mit ein paar Teelichten nach.

Anna und Finja beim Naschen am zarten Grün

Die Sensation des Monats April aber war der Zugewinn zweier Ziegen auf unserem Gelände. Anna und Finja (Ruth bestand auf diese Namenswahl) sind zwei Milchziegenmixdamen, die aufgrund einer Bestandsumstellung nicht mehr auf ihrem Ursprungshof gebraucht wurden. Mit viel frecher Sturheit und der Bereitschaft uns täglich gut anderthalb Liter Milch zu schenken bereichern sie nun unseren Alltag und erweitern unseren Speiseplan um Milch und Käse. Die empfohlene Reifezeit von 3 – 5 Wochen war nach einer Woche durch vorzeitigen, genussvollen Verzehr beendet. Auch die lieben Nachbarn bekamen ein Rädchen Käse zum probieren. Wie wir hörten war die Halbwertszeit dort nicht viel länger. Dies sei ein Maß für die Qualität der Arbeit und die Güte der Ausgangsstoffe.

Ziegenkäse – frisch und lecker!

Später wollen wir auch Butter versuchen, die Oma besorgte aus Altbeständen bereits eine entsprechende Gerätschaft zum Entrahmen der Milch.

Mäh!

Achtgeben muss man freilich, sind Ziegen doch sehr gewitzt und kletterfreudig. Als sie uns eines Morgens, zwei Zäune überwindend, im Beet begrüßten saß der Schreck über den enstandenen Schaden an unseren Pflanzen tief. Zum Glück war das meiste zu verschmerzen oder wiederherzustellen. Hier heißt es dem Milchvieh immer eine Hornlänge voraus zu sein!

Im Hortus beginnt nun wieder geschäftiges Treiben.

Im Hortus geht es gemächlich voran. Wir konnten bereits ein paar Sensenschläge hauen und mit dem Anmulchen beginnen. Hier heißt es bald kräftig anzupacken, die Zeit rennt! Der Sommer rückt näher und mit ihm erwarten wir dankbar Zuwachs in unserer Familie. Damit der Kopf frei ist, muss spätestens dann auch das erste Heu in der Scheune sein!

Mittagspause im Strohbett

Als Grünlinger Hof sind wir stolz darauf am 17. Juni in der Zeit von 10-14 Uhr ein Seminar zum Thema „Permakultur und Naturgarten“ anbieten zu dürfen. Allen Interessenten sei eine Anmeldung über hof@gruenlinger.de ans Herz gelegt. Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf 25€/Person. Nähere Infos sind über selbige Adresse oder unseren Facebookauftritt zu beziehen.

Genießt die frische Luft!


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