Die Lebensumstände jedes Einzelnen haben sich im Anblick einer globalisierten Welt massiven Verwerfungen gegenüber gesehen. Nicht nur unsere Gesellschaft hat sich seit dem Zeitalter der Industrialisierung verändert. Unser Wohlstand fußt unter anderem auch auf dem Elend vieler tausend Menschen in anderen Teilen der Welt, die uns zu teils furchtbaren Bedingungungen unseren Konsum und Lebensstandard ermöglichen. Dies betrifft inzwischen auch weite Teile der Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Das Paradigma der grenzenlosen Ausbeutung der Natur zeigt seine Wirkung in der fortschreitenden Entwaldung, dem Auslaugen unserer Böden, der Verschmutzung der Luft und schlussendlich der Veränderung des Weltklimas. Permakultur möchte hier Alternativen aufzeigen. Im ressourcenschonenenden und nachhaltigen Umgang mit Wasser, Boden und Luft rückt Gewinnmaximierung in den Hintergrund. Ein Denken in langen zeitlichen Abschnitten ist nötig um unsere Erde in ihrer Vielfalt auch den kommenden Generationen zu ermöglichen. Hier möchten wir aufklären und Handlungskompetenzen stärken.

Sorge für die Erde

Mit diesem Prinzip betonen wir, dass die Erde als Ganzes mit allem Leben auf ihr wertvoll ist. Es fordert uns auf, Lebensmöglichkeiten für alle Lebewesen zu erhalten, unabhängig davon, ob wir Menschen einen Nutzen aus ihrem Dasein ziehen. Das heißt zum Beispiel, dass wir für lebendigen Boden sorgen, als Grundlage allen Lebens auf der Erde. Es fragt auch danach, wer die Kontrolle über Land hat und fordert, dass die Bewohner*innen eines Ortes sich darum kümmern. Permakulturelle Ansätze bauen intensiv bewirtschaftete Systeme mit reichem Ertrag auf und nutzen Flächen in Siedlungsräumen für den Nahrungsanbau. Damit können sich andere Flächen wieder so entwickeln, dass die menschliche Nutzung nicht im Vordergrund steht.

(Quelle: https://permakultur.de/was-ist-permakultur/#section-346)